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Die Wechseljahre

Die Wechseljahre sind eine Konsequenz des allmählich nachlassenden Eizellenvorrates in den Eierstöcken. Wie auch in der Pubertät verändern sich unser Hormonhaushalt und unsere Persönlichkeit, und das nicht plötzlich, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg. Dadurch werden weniger weibliche Geschlechtshormone (u.a. Progesteron und Östrogen) produziert., sodaß es nach und nach  zu einer Veränderung des Hormonspiegels kommt. Während dieser mehrjährigen Phase  stellt sich der Körper langsam von "fruchtbar" auf "unfruchtbar" um, und Verhütung ist weiterhin ein wichtiges Thema, wenn keine Schwangerschaft gewünscht ist. Erst wenn ein Jahr lang keine Blutung mehr eintritt, ist die fruchtbare Phase endgültig vorbei. Was die Gesamtdauer der Wechseljahre angeht, lässt sich verallgemeinernd sagen: zwei Mal sieben Jahre: sieben Jahre vor der letzten Regel und sieben danach.   

Folgende Phasen lassen sich unterscheiden:
 

Torklimakterium

Beginn der Wechseljahre. Veränderungen von Gewicht und Figur werden häufig als früheste Anzeichen genannt. An ihnen kann man auch sehr gut ablesen, daß der Körper ab jetzt andere Schwerpunkte setzt.

Prämenopause

Die Zeit vor dem Ausbleiben der letzten Regel, meist ab Anfang 40. Diese Phase dauert etwa sieben bis zehn Jahre. Ein typisches Symptom sind Zyklusstörungen. In dieser Zeit treten auch die ersten Symptome eines Östrogenmangels, wie z.B. Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Gereiztheit, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schwindel und depressive Verstimmungen auf.

Perimenopause

Die Phase ein bis zwei Jahre vor und nach Ausbleiben der Menstruation, in der Regel im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. Die natürliche Perimenopause setzt allmählich ein und erstreckt sich in den meisten Fällen über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren, manchmal auch bis zu 13 Jahren. Die Periode kann mehrere Monate aussetzen und dann wiederkommen. Dauer und Intensität des Bluflußes nehmen zu oder ab. Die Veränderung geht langsam vor sich und die Wechseljahrsymptome sind in dieser Phase am ausgeprägtesten. Setzen die Wechseljahre plötzlich ein (siehe "künstliche Menopause"), "kämpft" der Körper hingegen oft mit der Umstellung. 

Menopause

Das endgültige Ausbleiben der Blutung erfolgt statistisch gesehen durchschnittlich mit 52 Jahren.

Tatsächlich variiert das stark und hängt auch von äußeren Faktoren, wie z.B. Stress ab.

Die Eierstöcke stellen die Produktion komplett ein. Gesichert weiß man erst, daß diese Phase eingetreten ist, wenn die letzte Blutung ein Jahr zurückliegt.

Postmenopause

Der Zeitraum von etwa sieben bis zehn Jahren nach Ausbleiben der letzten Blutung. Die typischen Wechseljahrbeschwerden nehmen ab, allerdings nehmen Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwäche, Faltenbildung und Herz- Kreislaufprobleme zu. Auch die Gefahr von Osteoporose wächst und das Immunsystem verschlechtert sich.

Verkürzte
Wechseljahre

Auf ein bis drei Jahre verkürzte Wechseljahre. Oft ist eine ergänzende Hormongabe nötig, da der Leidensdruck aufgrund der kurzen und heftigen Hormonumstellung sehr groß sein kann.

Vorzeitige
verkürzte
Wechseljahre

Verkürzte Wechseljahre, die früher als üblich (in den Dreißigern oder zu Beginn der Vierziger) einsetzt.

Eine von hundert Frauen beendet ihre Menopause vor oder kurz nach ihrem 40. Geburtstag.

Künstliche
Menopause

Nach operativer Entfernung der Eierstöcke oder Unterbrechung der Blutzufuhr zu den Eierstöcken, nach Chemotherapie, Bestrahlung, Gabe gewisser Medikamente (z.B. bei Myomen) oder auch dem Abbinden der Eileiter kann es zu einem Progesteronmangel kommen, der bis zu einem Jahr anhält. Diese Form der Perimenopause kann schwer und stark beeinträchtigend für die Frau sein, da sie fast ohne Vorphase schockartig und ungepuffert in die Menopause "rutscht". Eine hormonelle Substitution ist deshalb in fast allen Fällen unvermeidlich.

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