Regelblutungen in den Wechseljahren

Die Regelblutung oder Menstruation beginnt während der Pubertät. Mit dem Beginn der Blutungen beginnt die fruchtbare Phase. Eine Fortpflanzung ist nun möglich. Zunächst kommen die zyklischen Blutungen oft unregelmäßig bis sich ein regulärer Zyklus zwischen 25 und 35 Tagen eingestellt hat.

Mit dem Beginn der Wechseljahre stellen sich dann wieder Unregelmäßigkeiten während des Zyklus ein bis die Periode ganz ausbleibt (Menopause).

Regelblutung während der Wechseljahre

Die Veränderungen im Zyklus während der Wechseljahre

In einem Alter zwischen 40 und 50 Jahren bemerken die meisten Frauen die ersten Veränderungen in ihrem Zyklus. Diese Veränderungen zeigen sich zunächst häufig in Form von einer verkürzten Menstruation. Da es sich hierbei um einen für Frauen eher angenehmen Umstand handelt, wird die verkürzte Periode oftmals nicht als „Warnsignal“ für die beginnenden Wechseljahre wahrgenommen.

Im weiteren Verlauf ist es bei einem guten Viertel aller Frauen so, dass der Zyklus länger wird. Das bedeutet, dass die Abstände zwischen den einzelnen Regelblutungen oft länger werden. Diese Veränderung tritt häufig zusammen mit einer sehr starken Regelblutung auf.

Sehr starke Menstruationsblutungen treten bei Frauen in einem Alter zwischen 40 und 50 Jahren recht häufig auf. Daher sind diese Frauen auch besonders häufig von einer Blutarmut (Anämie) betroffen.

Frauen, die im Laufe ihrer Wechseljahre unter besonders schweren Monatsblutungen leiden, sollten die Ursachen von ihrem Arzt genau abklären lassen. In manchen Fällen können sich hinter einer starken Blutung auch andere Erkrankungen (zum Beispiel Tumoren) verbergen.

Die Veränderungen im Zyklus können von einigen Monaten bis hin zu mehreren Jahren (bis zu zehn Jahre) lang dauern. Nach der letzten Menstruation befindet sich die Frau dann in der Menopause. Da die Regelblutungen während des Klimakteriums sehr unregelmäßig kommen, häufig ganz ausbleiben oder nur schwach ausfallen können, kann der exakte Zeitpunkt der Menopause erst dann bestimmt werden, wenn die letzte Blutung etwa ein Jahr zurückliegt.

 

Wie kommt es zu diesen Veränderungen?

In den Eierstöcken werden während der fruchtbaren Phase die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron produziert. Die Bildung dieser Hormone hängt unmittelbar mit dem Follikelwachstum in den Eierstöcken zusammen.

Die Follikel (Eizellen) sind in einer genetisch vorbestimmten Anzahl vorhanden. In jedem Zyklus reifen befruchtungsfähige Eizellen heran. In einem Alter zwischen 40 und 50 Jahren ist die Zahl der Follikelzellen jedoch allmählich aufgebraucht. So reifen immer weniger und immer seltener befruchtungsfähige Eizellen heran. Dadurch wird auch die Produktion der Hormone Progesteron und Östrogen allmählich herabgefahren.

Aber Achtung: auch wenn die Periode während der Wechseljahre nur noch unregelmäßig kommt, so ist die Frau in dieser Zeit dennoch fruchtbar. Beim Geschlechtsverkehr muss also nach wie vor verhütet werden.


Wie können Zyklusstörungen behandelt werden?

Bei Zyklusstörungen greifen viele Frauen auf natürliche Heilmittel oder Hausmittel zurück. Bewährt hat sich hierbei unter anderem der Mönchspfeffer (Agnus castus), der unter anderem in Form von Tee eingenommen werden kann. Auch alternative Heilmittel aus der Homöopathie kommen ebenfalls häufig zum Einsatz.

Starke Zyklusstörungen mit schweren Blutungen können aber auch mit einer Hormonersatztherapie behandelt werden. Damit wird der Mangel an eigenen Hormonen ausgeglichen, wodurch sich die Symptome verbessern. Das gilt auch für die weiteren hormonbedingten Symptome der Wechseljahre.

Die Behandlung mit Hormonen ist besonders verträglich, wenn diese den körpereigenen Hormonen sehr ähnlich sind.

Die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden, wie zum Beispiel einer unregelmäßigen Periode, starken oder sehr kurzen Regelblutungen sollte immer in Absprache mit dem Arzt erfolgen. Das gilt auch dann, wenn pflanzlichen Heilmittel für die Behandlung der Symptome eingesetzt werden. Denn alle Wirkstoffe, die sich in irgendeiner Weise auf den Hormonhaushalt auswirken, können auch unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen.