Weitere Symptome während den Wechseljahren

In den Wechseljahren gerät der Hormonhaushalt im Körper einer Frau komplett aus dem Gleichgewicht. Und das bedeutet eine ganze Reihe von (teilweise sehr) unangenehmen Begleiterscheinungen. So zählen zu den klassischen Wechseljahresbeschwerden die Hitzewallungen, Zyklusstörungen oder Stimmungsschwankungen.

Neben diesen „Klassikern“ können während der Wechseljahre auch noch eine ganze Reihe anderer Symptome auftreten.

Diese Nebenwirkungen haben die Wechseljahre

Die Nebenwirkungen der Hormonumstellung können sich am ganzen Körper bemerkbar machen. So klagen einige Frauen im Klimakterium über dünner werdendes Haar.

Auch ist das Haar durch die Umstellung im Hormonhaushalt nicht mehr so glänzend und kräftig wie zuvor. Gleiches gilt auch für das Hautbild. Die Haut wird nicht mehr so gut mit Feuchtigkeit versorgt und da auch die Produktion von Collagen und Elastin nachlässt, wird sie dünner, faltiger und fahler.

Während die Haare auf dem Kopf oft immer weniger werden, nimmt der Haarwuchs in den Wechseljahren an unerwünschten Stellen häufig zu. Das betrifft vor allem den Haarwuchs im Gesicht (Damenbart), der mit zunehmendem Alter der Frau stärker werden kann.

Aber auch an andere Stellen am Körper können die Haare durch den sinkenden Östrogenspiegel nun vermehrt sprießen.

Diese Beschwerden können auch durch die Hormonumstellung ausgelöst werden

Es gibt Beschwerden, bei denen Frauen nicht sofort an Wechseljahresbeschwerden denken. Dazu zählen unter anderem Verdauungsprobleme. Diese können ihre Ursache selbstverständlich auch woanders haben, allerdings können sich der veränderte Hormonhaushalt und der damit verbundene verlangsamte Stoffwechsel auch auf die Verdauung auswirken.

Darüber hinaus sind auch Schwindelanfälle eine häufige Erscheinung in den Wechseljahren. Sie werden ausgelöst, wenn das vegetative Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Und genau das passiert, wenn der Hormonspiegel schwankt.

Denn die Hormone haben auch einen Einfluss auf das vegetative Nervensystem, durch das unter anderem der Blutdruck, die Atmung und sogar die Verdauung gesteuert werden.

Schwindelanfälle können auch andere, behandlungsbedürftige Ursachen haben. Die Ursachen für das Symptom sollten daher von einem Arzt abgeklärt werden.

Zu den weiteren körperlichen Beschwerden zählen häufige Harnwegsinfekte, Blasenschwäche, Schmerzen in den Muskeln und Gelenken oder Schmerzen in der Brust.

Psychische und emotionale Beschwerden

Das Klimakterium ist auch für die Psyche der Frau eine große Herausforderung. Denn gerade im mittleren Lebensalter stellen sich vermehrt einschneidende Erlebnisse ein. Der Auszug der erwachsenen Kinder, das Ableben der Eltern oder Umstellungen im beruflichen Leben tragen zur Entstehung von Ängsten bei, die durch das Ungleichgewicht im Hormonhaushalt noch verstärkt werden können. Daraus können sich ausgeprägte Angststörungen und Depressionen entwickeln.

Abgesehen den unmittelbaren Folgen der hormonellen Umstellung kann auch die Tatsache nun nicht mehr fruchtbar zu sein, eine große emotionale Herausforderung für die Frau bedeuten. Ein wichtiger Lebensabschnitt neigt sich damit dem Ende zu. Besonders Frauen, die relativ jung in die Wechseljahre kommen, und mit dem Thema Familienplanung noch nicht abgeschlossen haben, können emotional stark unter den Wechseljahren leiden.
Auch wenn die Periode in den Wechseljahren immer unregelmäßiger und seltener kommt, kann eine Frau auch dann noch schwanger werden. Die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft in den Wechseljahren ist zwar gering aber nicht ausgeschlossen.

Behandlungsmöglichkeiten für Wechseljahresbeschwerden

Die Behandlungsmöglichkeiten für die Symptome der Wechseljahre sind recht umfangreich – so wie die Liste der möglichen Beschwerden.

Hormonersatztherapie

Alle Symptome der Wechseljahre sind eine unmittelbare Folge der Hormonumstellung im Körper. Daher gilt die Hormonersatztherapie auch als besonders wirksam. Tut sie doch nichts anderes, als dem Körper die fehlenden Hormone beizusteuern, wodurch die Beschwerden zuverlässig gelindert werden können.

Es gibt verschiedene Studien, die sich mit den Risiken einer Hormonersatztherapie auseinandersetzen. Daher ist es für Frauen enorm wichtig, dass sie zusammen mit ihrem Arzt eine Therapie finden, durch die die Symptome gelindert werden und das Risiko für Nebenwirkungen dennoch möglichst gering bleibt. Zudem sollte eine Hormontherapie nach Möglichkeit sehr frühzeitig und nur so lange wie unbedingt notwendig eingesetzt werden.

Alternative Heilmittel, gesunde Lebensweise und Entspannungstechniken

Gegen die Beschwerden in den Wechseljahren können Frauen auch selbst aktiv werden. Ein gesunder Lebenswandel mit viel Bewegung, gesunder, vitaminreicher Ernährung (viel Kalzium und Vitamin D zur Vorbeugung von Osteoporose) und dem Verzicht auf Genussmittel kann die Ausprägung der Symptome positiv beeinflussen.

Auch pflanzliche Heilmittel wie Mönchspfeffer, Traubensilberkerze oder Bachblüten können klimakterische Beschwerden lindern.

Auch die Einnahme von pflanzlichen Heilmitteln sollte mit dem Arzt besprochen werden, da auch sie unerwünschte Nebenwirkungen haben können.

Abgesehen davon können Meditations- und Entspannungstechniken für mehr Ausgeglichenheit und ein besseres Körpergefühl sorgen.