Hitzewallungen während der Wechseljahre

Der Begriff Hitzewallungen ist für viele Frauen fast schon ein Synonym für Wechseljahre. Und in der Tat gehören die Hitzewallungen zu den gängigsten Symptomen des Klimakteriums. Die meisten Frauen klagen während ihrer Wechseljahre über Schweißausbrüche oder ein errötetes Gesicht. Wobei die Beschwerden nicht bei jeder Frau gleichermaßen stark ausgeprägt sind. In besonders schlimmer Ausprägung können die Symptome die Lebensqualität der Frau stark beeinflussen.

Wann beginnen die Symptome und wie lange halten sie an?

Die Hitzewallungen gehören zwar zu den typischen Wechseljahresbeschwerden, das bedeutet jedoch nicht, dass sie auch schon zu Beginn des Klimakteriums auftreten müssen.

Zeitpunkt des Beginns entscheidet offenbar über Ausprägung und Dauer

hitzewallungenDie Hitzewallungen können schon zu Beginn der Wechseljahre auftreten. Ist das der Fall, dann haben die Frauen in der Regel länger mit diesem lästigen Symptom der hormonellen Umstrukturierung des Körpers zu kämpfen. Frauen, die schon in einer sehr frühen Phase des Klimakteriums unter Schweißausbrüchen, erröteter Gesichtshaut oder fliegender Hitze zu leiden hatten, müssen sich darauf einstellen, dass die Symptome zwischen sieben und zehn Jahren anhalten

Das Anhalten der Hitzewallungen über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren ist nicht ungewöhnlich.

Es gibt allerdings die Erkenntnis, dass bei Frauen, die erst sehr spät in ihren Wechseljahren mit den Symptomen der Hitzewallungen zu kämpfen hatten, die Dauer der Symptomatik häufig deutlich kürzer ausfällt. Bei Frauen mit „späten Hitzewallungen“ ist eine durchschnittliche Dauer von vier Jahren nicht unüblich.

Wodurch werden Hitzewallungen begünstigt?

Üblicherweise ist es die nachlassende Produktion der Geschlechtshormone Östrogen, Progesteron und Gestagen, die für die Beschwerden in den Wechseljahren verantwortlich sind. Der unausgewogene Hormonhaushalt ist auch der Auslöser der lästigen Hitzewallungen.

Die hormonellen Veränderungen innerhalb des Körpers verlaufen bei jeder Frau anders. Daher sind auch die Beschwerden bei jeder Frau unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei manchen Frauen äußern sich die Hitzewallungen lediglich in Form einer leichten Hitze, während andere Frauen unter starken Schweißausbrüchen und starkem Erröten der Gesichtshaut leiden.

Die Hormone haben also eine unmittelbare Auswirkung auf die Entstehung, Ausprägung und Dauer der klimakterischen Symptome. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Faktoren, die einen Einfluss auf die Beschwerden haben. So können bestimmte Umstände Hitzewallungen auslösen oder verstärken.

Dazu zählen unter anderem:

  • Stress
  • überhitzte Räume (Büro, Wohn- und Schlafräume)
  • Übergewicht
  • Alkohol und Nikotin
  • bestimmte genetische Faktoren
  • depressive Verstimmungen

Alle diese Faktoren können, müssen aber nicht, einen Einfluss auf die Häufigkeit und Stärke der Hitzewallungen haben.

Wie können Hitzewallungen behandelt werden?

Hitzewallungen werden von vielen Frauen als extrem unangenehm beschrieben. Besonders groß ist der Einfluss auf die Lebensqualität bei den Frauen, die ständig unter starken Schweißausbrüchen leiden. Für kann eine Hormonersatztherapie eine besonders große Erleichterung darstellen.

Mit einer Hormontherapie können die Beschwerden zuverlässig gelindert werden. Welche Art der Hormonersatztherapie dabei für eine Frau in Frage kommt, das hängt unter anderem davon ab, welche anderen Beschwerden von der Patientin beklagt werden. Zudem spielt es auch eine Rolle, ob der Frau bereits die Gebärmutter entfernt wurde. In diesem Fall würde die Frau eine reine Östrogenbehandlung bekommen. Wurde die Gebärmutter bereits entfernt, dann wird häufig eine Kombi-Therapie mit den Hormonen Östrogen und Gestagen angeboten.

Daneben werden heute auch transdermale Hormontherapien angeboten. Dabei wird der Wirkstoff (zum Beispiel in Form von Salben oder Gels) über die Haut aufgenommen. Diese Form der Hormontherapie gilt als besonders schonend. Zudem kann hier sehr gut mit geringen Dosierungen gearbeitet werden. Im Zuge einer transdermalen Hormonersatztherapie gegen Hitzewallungen kommen unter anderem Östrogene und natürliches Progesteron zum Einsatz.