Haut & Gewicht in den Wechseljahren

wechseljahre hautEin schlanker Körper und streichelzarte, glatte Haut sind Zeichen von Jugend und Vitalität. Mit zunehmendem Alter wird es jedoch zusehends schwieriger, den Körper straff und schlank zu halten. Gerade in den Wechseljahren machen sich die Veränderungen des Hormonspiegels auch bei der Haut und dem Gewicht bemerkbar.

Die gute Nachricht ist, dass sich keine Frau in dieses vermeintlich unausweichliche Schicksal ergeben muss. Denn es gibt auch in den Wechseljahren noch etliche Möglichkeiten, die eigene Attraktivität zu erhalten.

Was passiert in den Wechseljahren mit dem Gewicht?

Die meisten Menschen nehmen mit zunehmendem Alter auch an Gewicht zu. Das ist bei Männern und Frauen gleichermaßen der Fall. Es ist allerdings auch zu beobachten, dass Frauen ab einem Alter von 45 bis 55 Jahren besonders stark an Gewicht zulegen. Aus diesem Grund sind Frauen jener Altersgruppe auch häufig Übergewichtig.

Die Gründe für das höhere Gewicht können vielfältig sein. Da spielt zunächst einmal natürlich der Mangel an Bewegung eine Rolle.

Zudem verlangsamt sich der Stoffwechsel mit zunehmendem Alter. Die aufgenommenen Kalorien können also nicht mehr so schnell vom Körper umgesetzt werden wie in jüngeren Jahren. Als Folge daraus lagern sich die „überflüssigen“ Kalorien in den Fettdepots ab.

Der Stoffwechsel verlangsamt sich mit zunehmendem Alter um bis zu 15 Prozent.

 

Welchen Einfluss haben die Hormone auf die Haut?

Veränderungen des Hautbildes sind eine völlig normale Alterserscheinung. Je nach Lebenswandel lassen sich die Zeichen der Zeit mehr oder weniger gut vom Gesicht ablesen. Häufiges Sonnenbaden ohne ausreichenden Sonnenschutz, eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, zu viel Alkohol oder Nikotin und auch die falsche Ernährung können den Alterungsprozess der Haut negativ beeinflussen. Das gilt insbesondere für das Gesicht.

In den Wechseljahren machen sich die Hormone aber auch am Hautbild bemerkbar – und das nicht nur im Gesicht.

Die Haut wird in den Wechseljahren insgesamt dünner und trockener. Zudem sinkt die Elastizität der Haut und auch das Heilen von oberflächlichen Verletzungen dauert jetzt länger.

 

Warum verändert sich die Haut in den Wechseljahren?

Schuld an der schlaffer werdenden Haut sind wieder einmal die Hormone. Während des Klimakteriums nehmen die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron immer weiter ab.

Vor allem der sinkende Östrogenspiegel wirkt sich auf die Haut aus. Das Östrogen sorgt normalerweise dafür, dass die Haut ordentlich durchblutet wird ein gesunder Hautstoffwechsel gewährleistet ist. Nimmt das Östrogen ab, dann verlangsamt sich auch der Hautstoffwechsel und die Haut wird schlechter durchblutet.

Das Östrogen trägt auch dazu bei, dass Wasser und Fett in der Haut gespeichert werden. Weniger Östrogen bedeutet also auch eine trockenere, dünnere Haut, die zur Faltenbildung neigt. Auch die nachlassende Produktion an Elastin und Collagen lassen die Haut allmählich alt aussehen, da diese beiden Eiweißverbindungen die Haut normalerweise prall und straff erscheinen lassen.

Die nachlassende Östrogenproduktion macht sich übrigens auch bei den Haaren und Nägeln bemerkbar. Die Haare fallen aus und werden dünner und die Nägel werden durch das fehlende Östrogen brüchig.

 

Was können Frauen im Klimakterium für ihre Schönheit tun?

Mit einem gesunden Lebenswandel können auch Frauen in den Wechseljahren ein gesundes Gewicht und eine schöne Haut haben.

Folgende Dinge können hierbei helfen:

  • ausreichend Schlaf
  • viel Bewegung
  • ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
  • vitaminreiche Ernährung
  • Sonnenbäder nur mit hohem UV-Schutz
  • Verzicht auf Alkohol und Nikotin

Die Zeichen der Zeit lassen sich unter Beachtung dieser Tipps natürlich nicht rückgängig machen und nur bedingt aufhalten. Das gilt auch für die Verwendung von Pflegeprodukten. Eine Haut, die ausreichend mit Feuchtigkeit und Pflegestoffen versorgt wird, erscheint praller und strahlender. Die Faltenbildung wird gemildert.

Bereits vorhandene tiefe Falten oder Pigmentflecken lassen sich auch durch einen gesunden Lebenswandel und eine gute Pflege nicht mehr rückgängig machen. Neue „Alterserscheinungen“ lassen sich damit nur bedingt aufhalten.

 

Mit Hormonen gegen die Zeichen des Alterns

Da es vorrangig der Mangel an Östrogenen ist, der die Veränderungen der Haut in den Wechseljahren begünstigt, liegt es nahe, dass eben jene Veränderungen durch die Gabe von künstlichen Östrogenen wieder korrigiert werden können.

Eine Hormonersatztherapie kann zu einem besseren Stoffwechsel und einer besseren Durchblutung der Haut beitragen.

Zudem können mit einer Östrogenbehandlung auch weitere unschöne Nebenerscheinungen des Östrogenmangels behoben werden. Unerwünschter Haarwuchs, vor allem im Gesicht, kann mithilfe einer Hormontherapie aufgehalten werden.