Prävention der Wechseljahre

Den Wechseljahren selber kann keine Frau vorbeugen. Es ist jedoch möglich, den damit einhergehenden Beschwerden mithilfe verschiedener Maßnahmen vorzubeugen.

 

Präventionsmaßnahmen für Wechseljahresbeschwerden

Bei Wechseljahresbeschwerden handelt es sich um Symptome, die aufgrund des sich verändernden Hormonspiegels auftreten.

symtpomeTypische Wechseljahresbeschwerden sind zum Beispiel:

  • Hitzewallungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • innere Unruhe
  • Übergewicht
  • Mangelerscheinungen
  • Scheidentrockenheit
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen (Bluthochdruck)
  • Diabetes

Alle diese Symptome können, müssen aber nicht im Zuge der Wechseljahre (Klimakterium) auftreten.

Viele diese Beschwerden lassen sich durch ganz einfache Mittel lindern. Einigen Beschwerden kann durch entsprechende Mittel und Verhaltensweisen sogar sehr gut vorgebeugt werden.

Sport gegen Wechseljahresbeschwerden

sportBewegung ist nicht nur in jungen Jahren gut, sie ist auch für Frauen im Klimakterium äußerst empfehlenswert. Denn mit ausreichend Bewegung lassen sich viele der typischen Wechseljahresbeschwerden gut vorbeugen.

So kann mit Sport beispielsweise Osteoporose, Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen vorgebeugt werden.

Das verringerte Risiko für bestimmte Erkrankungen ist jedoch nicht der einzige Grund, warum Frauen in den Wechseljahren körperlich aktiv sein sollten. Denn oft begünstigen sich die positiven Nebeneffekte durch den Sport gegenseitig. Wird durch regelmäßige Gymnastik, Nordic Walking, Schwimmen, Kraftsport oder Joggen Gewicht reduziert, dann sinkt damit auch das Risiko an Diabetes zu erkranken.

Bewegung kann sich auch positiv auf die Psyche auswirken. Viele Frauen leiden während ihrer Wechseljahre an Stimmungsschwankungen oder depressiven Verstimmungen. Es ist bekannt, dass der Körper bei sportlicher Anstrengung Hormone (Dopamin, Endorphin) ausschüttet, die einen stimmungsaufhellenden Effekt haben.

Regelmäßige sportliche Betätigung sorgt für körperliche Fitness, verringert das Risiko für Erkrankungen und wirkt sich auch positiv auf die Psyche aus.

Die richtige Ernährung in den Wechseljahren

ernaehrungWie in jeder anderen Lebensphase ist auch im Klimakterium eine ausgewogene Ernährung wichtig für die Gesundheit. Wichtig ist aber zu wissen, dass sich die Ansprüche des Körpers im Laufe des Lebens verändern. Der Körper braucht nun mehr bestimmte Mineralien oder Vitamine, um gesund zu bleiben.

So benötigen Frauen in den Wechseljahren häufig besonders viel Calcium und Vitamin D, um die Knochengesundheit zu erhalten.

Eine ärztliche Untersuchung kann Aufschluss darüber geben, ob der Körper unter Mangelerscheinungen leidet, welche Erkrankungen daraus resultieren können und mit welchen Lebensmitteln diesen Mangelerscheinungen vorgebeugt werden kann.

Bei einer ausgewogenen, vitamin- und mineralstoffreichen Ernährung ist es im Übrigen nur selten erforderlich, zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Co. bekämpfen

Hitzewallungen, Schweißausbrüche, innere Unruhe oder Schlafstörungen gehören zu den Wechseljahresbeschwerden, unter denen die Frauen am meisten leiden. Gegen diese Symptome können auch Bewegung und gesunde Ernährung nicht viel ausrichten. Auch ist es schwer, diesen Beschwerden vorzubeugen.

Schließlich treten sie oft nur sporadisch und in unterschiedlich starker Ausprägung auf. Dennoch muss sich keine Frau mit diesen Symptomen mehr als nötig herumschlagen.

Es gibt die Möglichkeit für Linderung. So können zum Beispiel homöopathische Präparate eingenommen werden, die für eine Abschwächung der Symptome sorgen können.

Mit Hormonen gegen Wechseljahresbeschwerden angehen

Die Beschwerden in den Wechseljahren treten nur deshalb auf, weil sich der Hormonspiegel im Körper der Frau verändert. Vor allem das Absinken des Östrogenspiegels ist der Grund für viele Symptome und Erkrankungen in den Wechseljahren. Da liegt es nahe, wenn man durch die Gabe künstlicher Hormone wieder einen Ausgleich schafft und damit die Symptome des Klimakteriums lindert.

Die Hormonsubstitution ist dann besonders wirksam, wenn sie rechtzeitig begonnen wird. Das zeigt sich unter anderem bei den Herz-Kreislauferkrankungen. Wird hier rechtzeitig mit einer Hormontherapie begonnen, dann kann damit unter Umständen die Bildung einer Arteriosklerose (Arterienverkalkung) hinausgezögert oder verhindert werden. Auch das Risiko für andere durch die Wechseljahre bedingte Erkrankungen kann durch die Gabe von Hormonen verringert werden.

Eine Hormontherapie muss vom Arzt sehr individuell auf die Patientin abgestimmt werden. Dabei spielen nicht nur die Beschwerden der Frau eine wichtige Rolle, auch Vorerkrankungen und familiäre Vorbelastungen für bestimmte Erkrankungen müssen dabei berücksichtigt werden.

Gleitmittel bei Scheidentrockenheit

Der Geschlechtsverkehr ist für Frauen im Klimakterium aufgrund der trockenen Schleimhäute in der Scheide häufig kein Vergnügen mehr. Hier kann man sich jedoch mit einem Gleitmittel sehr gut behelfen.


Zusammenfassung

Ab wann Wechseljahresbeschwerden auftreten, welche Beschwerden sich überhaupt einstellen und wie stark diese ausfallen, das lässt sich nicht vorhersagen. Dementsprechend lassen sich gegen die Beschwerden auch kaum Vorkehrungen treffen.

Das gilt vor allem für hormonbedingte Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, innere Unruhe, Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen. Diese Beschwerden können lediglich gelindert werden. Dafür gibt es mit homöopathischen Mitteln oder einer Hormonersatztherapie verschiedene Möglichkeiten zur Linderung.

Der Gewichtszunahme oder Erkrankungen wie Bluthochdruck, Knochenschwund (Osteoporose) oder Diabetes können Frauen hingegen durchaus vorbeugen. Dabei spielt eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung eine wichtige Rolle. Und auch Sport ist wichtig.

Der hilft beim Erreichen oder dem Erhalt eines gesunden Gewichtes und stärkt die Knochen. Zudem ist Sport gut für ein positives Körpergefühl und sorgt durch die Ausschüttung von „Glückshormonen“ für Ausgeglichenheit.