Tipps & Tricks während der Behandlung

Hitzewallungen, die einen geruhsamen Schlaf nahezu unmöglich machen oder depressive Verstimmungen, die den Alltag gänzlich grau erscheinen lassen, sind nur einige Symptome, mit denen sich Frauen in den Wechseljahren tagtäglich herumschlagen müssen. Eine mit dem Arzt abgestimmte Hormonersatztherapie kann hier jedoch in vielen Fällen Abhilfe schaffen.

Künstlich zugeführte Hormone sind allerdings nicht das einzige Mittel, das beim Überstehen der Wechseljahre hilft. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie sich jede Frau ihre Wechseljahre ganz einfach ein kleines bisschen erträglicher machen kann.

Tipps gegen Hitzewallungen trotz Behandlung

hitzewallungen

Die lästigen Hitzewallungen treten Schubweise auf, und meist dann, wenn man sie gerade gar nicht gebrauchen kann. Doch nicht immer ist es der reinen Willkür der Hormone zu verdanken, dass der Körper sich erhitzt und in Schweiß ausbricht.

Es gibt nämlich auch eine Reihe von Auslösern, die diese Hitzewallungen begünstigen. Dazu zählen unter anderem:

  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Stress oder hohe Belastung
  • Alkohol
  • Genuss heißer Getränke wie Kaffee Tee
  • Genuss heißer oder scharfer Speisen

Frauen, die sehr stark unter Hitzewallungen leiden sollten daher nach Möglichkeit die Auslöser für dieses klimakterische Symptom meiden.

Die Abmilderung der Hitzewallungen lässt sich aber nicht nur durch Verzicht erreichen. Frauen können auch aktiv etwas dazu beitragen, dass die Hitzewallungen schwächer oder seltener auftreten.

Mit einer gesunden, leichten Ernährung wird der Körper entlastet. Das Gewicht kann reduziert werden und auch Sport ist so besser möglich. Und auch der Sport trägt zu einem besseren Körpergefühl bei. Zudem kann er auch bei Einschlafbeschwerden hilfreich sein. Das nächtliche Wachliegen, dass häufig in Paarung mit diversen Hitzewallungen einhergeht, kann dadurch reduziert werden.

Bewegung an der frischen Luft ist ideal, nicht nur im Hinblick auf die Hitzewallungen. Gemütliche Spaziergänge sind ebenso hilfreich wie Radfahren, Nordic Walking oder auch Joggen.

Weitere Tipps gegen Hitzewallungen

Die Kleidung stets nach dem Zwiebelprinzip auswählen. Auf diese Weise kann man auf eine einsetzende Hitzewallung schnell mit dem Ablegen eines Kleidungsstückes reagieren. Ohnehin sollte die Kleidung locker und luftig am Körper sitzen.

Die Räume, in denen man sich aufhält sollten gut gelüftet und nicht überheizt sein.

Ein kühler Schlafraum und atmungsaktive Bettwäsche können zu einer besseren Nachtruhe verhelfen.


Tipps gegen Stimmungsschwankungen

Launenhaftigkeit und depressive Verstimmungen gehören zu den Wechseljahresbeschwerden, die sich nicht nur auf die betroffene Frau selbst auswirken. Auch die Mitmenschen leiden unter den ständig wechselnden Stimmungslagen der Frau. Mit ein paar einfachen Tricks kann Frau selbst etwas für mehr Entspanntheit sorgen.

Wenn der Hormonhaushalt im Rahmen der Wechseljahre aus den Fugen gerät, dann leidet auch die Psyche darunter. Von weinerlicher, sentimentaler Stimmung, über Gereiztheit und Aggressivität bis hin zu ernsthaften Despressionen kann eine Frau in ihren Wechseljahren von den unterschiedlichsten Stimmungen eingeholt werden. Und das geschieht häufig ohne erkennbaren Grund.

Um diesem Gefühlschaos Herr zu werden, hilft es, die Psyche mit verschiedenen Tricks direkt zu beeinflussen. Dafür haben sich folgende Mittel als äußerst hilfreich erwiesen:

  • Yoga
  • Autogenes Training
  • Thai Chi
  • Progressive Muskelentspannung
  • Meditation

Diese und andere Dinge können Sie oft sogar im eigenen Wohnzimmer praktizieren. Anleitungen für die Mediation oder Yoga findet man in Büchern, auf DVDs oder auch im Internet.

Es ist sinnvoll Kurse für Yoga, Thai Chi oder andere Dinge zu belegen, die Körper und Geist wieder in Einklang bringen. Denn hier treffen Frauen oft „Leidensgenossinnen“ mit denen sie sich austauschen können. Zudem sorgen soziale Kontakte für mehr Kommunikation. Depressionen können so gemildert werden. Zu guter Letzt werden in Kursen wertvolle Tipps für die richtige Entspannung in jeder Lebenslage gegeben.

Die Kombination aus physischer Anspannung und psychischer Entspannung kann zu einem besseren Wohlbefinden führen. Zudem kann die Wahrnehmung des eigenen Körpers dadurch positiv beeinflusst werden.


Tipps gegen Scheidentrockenheit

Eine weitere unangenehme Begleiterscheinung der Wechseljahre ist die Scheidentrockenheit. Aber auch das muss keine Frau einfach so hinnehmen. Denn mit ein paar einfachen Tricks lassen sich die durch den sinkenden Östrogenspiegel ausgelösten Symptome zumindest abmildern.

  • Anstelle von Tampons nur noch Slipeinlagen verwenden.
  • Zur Intimhygiene ausschließlich warmes Wasser benutzen und auf reizende Lotionen oder Gels verzichten.
  • Hautfreundliche Baumwollunterwäsche tragen und auf Synthetikfasern verzichten.
  • Sport fördert die Durchblutung – auch im Unterleib.
  • Eine gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem, wodurch es auch seltener zu Infektionen im Intimbereich kommt.
  • Beim Geschlechtsverkehr Gleitgels verwenden, die keine zusätzlichen Duftstoffe oder Konservierungsstoffe enthalten.

Fazit

Es gibt für Frauen in den Wechseljahren eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die lästigen Symptome zu bekämpfen. Unabhängig von der Einnahme von Hormonpräparaten kann jede Frau auch selbst durch ein paar kleine Veränderungen im Alltag für einen entspannteren Ablauf in dieser einschneidenden Lebensphase beitragen.